Brennweite und Sensor

Brennweite und Sensor

Die kleineren Sensorgrößen erlauben kurze Brennweiten. Diese wiederum begünstigen einerseits eine kompaktere Bauweise von Gehäusen und Objektiven, andererseits ist es in diesem Fall schwierig, extreme Weitwinkelobjektive, wie zum Beispiel ein Fisheye, zu realisieren, da die Brennweite nicht beliebig verkürzt werden kann. Die digitalen Zoomobjektive erweisen sich oft auch als extrem lichtstark mit Anfangsblenden um F2. Nachteilig ist jedoch die größere Schärfentiefe gegenüber der gleichen Blendenöffnung im Vergleich zu Kleinbild. Ab Blende F4 oder F5,6 werden bei der Digitalen von vorne bis hinten alle Bildelemente gestochen scharf. Das Spiel mit Schärfe/Unschärfe fällt schwer.
Die kleine Fläche der Sensoren hat noch weitere Nachteile. Je kleiner der Sensor, desto weniger Licht fällt auf die einzelne Messzelle. Je weniger Licht, desto geringer die daraus resultierende elektrische Spannung. Damit die elektrischen Signale verwertet werden können, müssen diese verstärkt werden. Dies steigert allerdings auch den unerwünschten Effekt des Bildrauschens, speziell bei hohen ISO-Werten und schlechten Lichtverhältnissen. Aufgrund des Megapixel-Booms müssen immer mehr Pixel auf gleicher Sensorfläche untergebracht werden. Wenn der Sensor also bauartbedingt nicht mitwachsen kann oder soll, müssen die Pixel kleiner werden und näher aneinander rücken. Diese Tatsache ist nicht immer gut für das Rauschverhalten der Sensoren.

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