Ganz egal, ob Stubentiger oder Großwildkatze: Um die besondere Ausstrahlung unserer tierischen Freunde einzufangen, bedarf es vor allem Geduld und der richtigen Vorbereitung.
Vor dem eigentlichen Fotografieren steht erst mal das Studium der Tierart ihrer Wahl. Lernen sie es und seine Gewohnheiten kennen.
Bei Wildtieren ist die
Fluchtdistanz recht groß: Sobald ein Wildtier Sie ausmacht, tritt
es den Rückzug an. Gute Tarnung und lange Telebrennweiten ab 200
Millimeter (analog Kleinbild) gehören deshalb zur Grundausstattung
des Wildtierfotografen. Damit die Aufnahmen nicht verwackeln,
sollten Sie ein Stativ oder ein Objektiv mit Bildstabilisator
verwenden. Tiere in Bewegung fordern kurze Verschlusszeiten. Um
diese zu erreichen, sollten Sie ein lichtstarkes Teleobjektiv
verwenden. Auch für den Einsatz im Zoo sind lichtstarke Teleobjektive
erste Wahl. Da Sie in der Regel zwischen den Gehegen umherwandern,
sollten Sie ein kompaktes Einbeinstativ verwenden.
Bei Haustieren sieht das Ganze
etwas anders aus. Sie verhalten sich in ihrer vertrauten Umgebung
am natürlichsten. Ihre Fluchtdistanz ist weitaus geringer als bei
den Wildtieren. Das ermöglicht dem Fotografen mehr kreative
Möglichkeiten. Hier kann schon mal die Normalbrennweite oder gar
das Weitwinkel eingesetzt werden. Verschiedene Blickwinkel von der
Frosch- bis zur Vogelperspektive bieten andere Ansichten. Auch
Aufnahmen, die Auge in Auge mit dem Hautier entstehen, haben ihren
Reiz. Der Blickkontakt mit dem Tier sorgt für eine intensive
Bildwirkung. Ein ruhiger oder unscharfer Hintergrund verstärkt die
Bildwirkung zusätzlich.
Spielzeuge, Futter oder aufmunternder Zuspruch halten die tierischen Modelle bei Laune. Aber übertreiben Sie es nicht. Vermeiden sie außerdem Blitzeinsatz. Das irritiert und verunsichert ihr tierisches Model nur. Speziell beim Fotografien durch Glasscheiben bei Gehegen oder Aquarien sollten Sie lieber den ISO-Wert erhöhen und die Blende öffnen, anstatt zu Blitzen.
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