Die richtige Belichtung bei schwierigen Lichtverhältnissen ist der Schlüssel zu guten Bildern.
Bei einigen Motiven ist die richtige Belichtung, also eine passende Zeit-Blenden-Kombination schwierig auszumessen. Gerade bei Nachtaufnahmen oder Fotos im Gegenlicht beziehungsweise Innenaufnahmen bei dunklem Umgebungslicht wie im Theater bei Konzerten oder im eigenen Wohnzimmer, tut sich die automatische Belichtungsmessung der Kamera oft sehr schwer. Belichtungsreihen auch Bracketing-Funktion genannt helfen, akzeptable Aufnahmen zu machen. Gerade bei Motiven, die sich nicht nochmals nachstellen lassen ist eine Belichtungsreihe ratsam.
Beispiel einer Belichtungsreihe:

Bei einer Belichtungsreihe fotografiert die Kamera mehrere Aufnahmen in Folge mit unterschiedlichen Belichtungswerten. Je nach Modell sind das zwischen drei und sieben Aufnahmen. Die Abstufungen der Belichtungsreihe, oft mit der Abkürzung LW gekennzeichnet, können im Kameramenü eingestellt werden und erfolgt in drittel oder halben Schritten. Dabei variiert die Kamera entweder die Belichtungszeit oder die Blende, je nachdem im welchen Modus oder Motivprogramm gerade fotografiert wird.
Einige digitale Kompaktkameras verfügen über zwei weitere Belichtungsreihen: einmal für Blitz und einmal für den Weißabgleich. Der abgestufte Blitzlichteinsatz macht dann Sinn, wenn ein akzentuierter Blitz eingesetzt wird, der das vorhandene Licht nicht überstrahlen soll. Um die Atmosphäre zu wahren, ist die exakte Dosierung des Blitzes erforderlich. Die Blitzbelichtungsreihe hilft. Bei den Variationen des Weißabgleichs steht die korrekte Farbwiedergabe im Vordergrund. Gerade bei Mischlichtsituationen ist die Gefahr eines Farbstiches hoch. Das Weißabgleichsbracketing minimiert diese Gefahr.
Belichtungsreihen erhöhen also die Trefferquote, was die korrekte Belichtung betrifft. Gerade bei "einmaligen" Motiven garantieren Belichtungsreihen akzeptable Ergebnisse.
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