Bewegte Motive wirken auf Fotos oft recht statisch. Könner nutzen daher Aufnahmetricks, die Dynamik ins Bild bringen: alles über Wischen, Mitziehen und rasante Zoomeffekte.
Autorennen, galoppierende Pferde,
plätschernde Bäche alles tolle, dynamische Motive, die sich
allerdings nicht immer ganz einfach auf die Speicherkarte bannen
lassen. Eine Möglichkeit, bewegte Motive optimal festzuhalten, ist
die Wahl einer längeren Belichtungszeit. Durch die längeren
Verschlusszeiten wird die Bewegungsunschärfe schön ins Bild
gesetzt; der Hintergrund wird weit gehend scharf abgebildet. Der
Grad der Bewegungsunschärfe ergibt sich aus der Geschwindigkeit
und der Bewegungsrichtung des Objekts im Zusammenspiel mit der
Belichtungszeit. Eine längere Belichtungszeit kann durch das
Einstellen einer entsprechenden größeren Blendenzahl erreicht
werden, ohne dass dabei das Foto fehlbelichtet wird. Analog dazu
werden kürzere Belichtungszeiten durch kleinere Blendenzahlen
kompensiert. Je schneller die Bewegung des Objekts und je länger
die Belichtungszeit, desto deutlicher fällt die
Bewegungsunschärfe im Bild aus. Bei sehr langen Belichtungszeiten
etwa ab 1/8 Sekunde besteht die Gefahr, dass auch der
Hintergrund verwackelt. Die Faustregel für verwacklungsfreie
Bilder besagt, dass die Belichtungszeit nicht länger sein sollte
als der Kehrwert der Brennweite. Mit dem
50-Millimeter-Normalobjektiv lässt sich also in der Theorie ein
Motiv mit einer Belichtungszeit um die 1/50 Sekunde
verwacklungsfrei ablichten. In der Praxis existiert der Wert 1/50
Sekunde nicht, also greift man auf 1/60 Sekunde zurück. Längere
Belichtungszeiten als 1/60 Sekunde sollten wegen der
Verwacklungsgefahr sicherheitshalber mithilfe eines Stativs
fotografiert werden.
Soll das Hauptmotiv möglichst scharf abgebildet werden, ist das Mitziehen der Kamera die bessere Wahl. Dadurch relativiert sich die Unschärfe des Motivs, trotzdem wird die Illusion von Geschwindigkeit erzeugt. Allerdings wird durch das zusätzliche Nachführen der Kamera der Hintergrund unscharf. Das i-Tüpfelchen beim Mitziehen entsteht durch den zusätzlichen Einsatz eines Kompaktblitzes. Dieser wird am Ende der Belichtungszeit auf den zweiten Verschlussvorhang ausgelöst. Dadurch wird das Motiv angeblitzt und am Ende der Bewegungsabfolge scharf wiedergegeben. Die Bewegung wird als so genannter Wischer im Bild sichtbar. Auch der Zoomeffekt bringt Dynamik ins Bild und dabei muss sich das Motiv noch nicht einmal bewegen. Allerdings erfordert diese Aufnahmetechnik etwas Übung und ein manuell bedienbares Zoom. So geht man vor: kleinste Blende wählen, danach weitwinklig auf das Motiv scharf stellen, nah ranzoomen und beim Drücken des Auslösers wieder zurück in die Weitwinkelstellung wechseln. Je schneller der Dreh am Zoom erfolgt, desto dynamischer wirkt das Bild.

Kunden-Hotline werktags 9:00-20:00 Uhr
01805-736829
(14 Cent/Min., Festnetz der DTAG)
oder per E-Mail