Reportage - Stilmittel, Aufbau, Durchführung

Zurück21.07.2006

Wenn schon ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sprechen Bildserien ganze Bände. Gekonnt zusammengestellt sind Fotostrecken mehr als die Summe der Einzelbilder. Hinter einer Fotoreportage steckt immer die Absicht, eine Geschichte zu erzählen. Die ausgewählten Bilder müssen aus sich heraus verständlich sein und sollten eine klare Vorstellung von dem Thema oder Ereignis vermitteln.

Entscheidend bei der Durchführung einer Reportage ist die richtige Planung. Sie müssen wissen, was Sie erzählen wollen, bevor Sie mit den Aufnahmen beginnen, sonst haben Sie am Ende womöglich nur eine Reihe zusammenhangloser Bilder ohne gemeinsames Thema. Deshalb sollten Sie möglichst viel über Ihr Objekt in Erfahrung bringen. Machen Sie sich mit Örtlichkeiten und Lichtverhältnissen vorab vertraut. Denken Sie vorausschauend, seien Sie auf Unvorhergesehenes vorbereitet.



Beleuchtung und Bildaufbau sind vor allem bei spontanen Schnappschüssen schwer zu steuern. Sie sollten voreingestellt sein, so dass der Fotograf im entscheidenden Moment nur noch abzudrücken braucht. Hinderlich für die Schnappschuss-Fotografie können lange Einschaltzeiten, Auslöseverzögerungen und Bildfolgezeiten sein. So ist ein gewisses Gespür für das Auftauchen von Fotochancen auch von Vorteil, um die Kamera rechtzeitig einzuschalten bzw. „aufzuwecken“. Die Zeitspanne zwischen Auslösen und Belichten lässt sich verkürzen, indem durch vorheriges Auslöserandrücken die Schärfe und Belichtung für das Objekt eingestellt und gespeichert wird. Schnellere Aufnahmen erhält man mit speziellen Serienaufnahmen-Funktionen und durch den Verzicht auf eine unnötig hohe Bildauflösung. Aufnahmen mit dem Teleobjektiv wirken oft distanziert. Geht man mit Weitwinkel dicht ans Geschehen heran, wird diese Nähe auch in den Bildern spürbar. Im Ganzen gehört zu einem Bildbericht das weitwinkelige Übersichtsfoto ebenso wie die Detailaufnahme.

Vergessen Sie bei allem Zeitdruck nicht die Grundregeln guter Bildgestaltung. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie Ihr Objekt scharf abbilden und Hinter- und Vordergrund nicht vom Bildgegenstand ablenken. Versuchen Sie Details einzubeziehen, die etwas über das Ereignis aussagen. Beliebt ist bei der Reportage auch die Umsetzung in Schwarzweiß. Gründe, die dafür sprechen, sind die Reduktion der Bildinhalte auf das Wesentliche und die Fokussierung auf das Hauptmotiv.

Beim Einstellen der Belichtung bieten sich mehrere Möglichkeiten. Entweder Sie wählen für Portraitfotos die Portraitautomatik, für Landschaftsaufnahmen das Landschaftsprogramm und so weiter. Dann können Sie sich ganz auf Ihre Bilder konzentrieren und blitzschnell reagieren. Eine weitere Möglichkeit wäre die Blendenautomatik beziehungsweise. die Zeitautomatik (AV/ TV).

Tipp: Je besser die Planung, je konzentrierter die Bildinhalte, umso prägnanter wird die Bildstrecke.

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