Störende Elemente im Hintergrund lenken vom Hauptmotiv ab. Achten Sie bei der Aufnahme bereits auf den richtigen Bildausschnitt. Oft sind es nur kleine Details, die die Bildqualität beeinträchtigen. Zum Beispiel die Gestaltung des Hintergrunds: Wirre Muster und Farben, Bäume, die aus Köpfen zu wachsen scheinen, und falsch positionierte Schärfe lenken vom Hauptmotiv ab.
Kleine Ursache große Wirkung: Das Hauptmotiv fordert die volle Konzentration des Fotografen, doch der Hintergrund wird bei vielen Aufnahmen vernachlässigt. Das rächt sich spätestens auf dem Abzug, wenn ein unruhiger Hintergrund den Blick vom Hauptmotiv ablenkt oder dem Motiv einen unfreiwillig komischen Touch verleiht. Die Komposition, also das Verhältnis des Hauptmotivs zu seiner Umgebung, spielt bei der Bildgestaltung eine zentrale Rolle. Wann immer der Hintergrund nicht als notwendiges Stilmittel in den Bildaufbau mit einfließt, ist besondere Sorgfalt geboten. Geeignete Hintergründe zum Fotografieren zeichnen sich durch neutrale Farben und homogene Farbverläufe aus. Lassen Sie den Blick vor dem Auslösen am gesamten Sucher- oder Monitorrand entlang schweifen. So gehen Sie sicher, dass keine ungewünschten Elemente in Ihr Bild hineinragen.
Fallen Ihnen Elemente ins Auge, die nicht ins Bild gehören, dann bleiben Ihnen verschiedene Möglichkeiten, dies zu ändern: Sie können die Position des Motivs variieren; wenn das nicht geht, müssen Sie Ihren Standpunkt verändern. Manchmal hilft es auch, eine andere Brennweite zu wählen. Tipp: Fotografieren Sie Ihr Motiv möglichst formatfüllend, indem Sie es heranzoomen oder näher herangehen, dann bleibt weniger Platz für störenden Hintergrund.
Unruhige Hintergründe und unerwünschte Bildelemente können Sie auch einfach in Unschärfe verschwimmen lassen. So lenken Sie auf elegante Weise den Blick des Betrachters auf Ihr Hauptmotiv. Die Schärfe/Unschärfe-Verteilung im Bild regeln Sie mit der Blende. Je kleiner die Blendenzahl, desto kleiner der Schärfebereich. Bei vielen kompakten Digitalkameras erreichen Sie bereits mit kleinen Blendenzahlen eine große Tiefenschärfe, sodass Sie bei diesen Modellen am besten die kleinstmögliche Blendenzahl wählen. Die Wirkung können Sie dann direkt nach der Aufnahme am Monitor kontrollieren.
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