Sofa trifft auf High-Tech - das Studio zuhause

Zurück15.09.2006

Raus aus dem Sessel – ran an die Kamera. Mit ein paar Handgriffen verwandeln Sie Ihr Wohnzimmer in ein kleines Fotostudio. Der dafür nötige Aufwand wird oft überschätzt. Für erste Experimente mit Licht und Equipment reicht ein kleines Table-Top-Studio in den eigenen vier Wänden zunächst einmal aus. Auch die Kamera muss nicht unbedingt eine teure Fach- oder Spiegelreflexkamera sein.

Mit kompakten Modellen erzielen Sie ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Achten Sie darauf, dass die Kamera manuelle Einstellmöglichkeiten wie Blende und Belichtungszeit bietet. Vorteil digital: Die Kamera kann mit flexiblem Weißabgleich und ISO-Werten auf die jeweiligen Lichtverhältnisse eingestellt werden und das Endergebnis ist sofort überprüfbar.

Praktisch für den Einstieg: Eine kostengünstige Studio-Komplettlösung mit Hintergrund, Beleuchtung und Kamerahalterung. Zusammen gefaltet passt das komplette Studio in eine kleine Box. Ein solches Set finden Sie im Programm verschiedener Zubehörhersteller. Der Nachteil bei Komplettlösungen: Sie stoßen schnell an die Grenze, was die Größe der Motive betrifft. Alternativ können Sie das Studioequipment nach Ihren Bedürfnissen zusammenstellen: Hintergrundkarton in verschiedenen Größen bekommen Sie im Schreibwaren- oder Bastelgeschäft und als Beleuchtung können von der Farbtemperatur neutrale Tageslichtleuchten aus dem Fotofachhandel eingesetzt werden. Diese passen sogar in normale Lampenfassungen. Ein stabiles Stativ sollten Sie sich auf jeden Fall auch zulegen. Denn gerade zu Anfang Ihrer Studiozeit werden Sie viele Kameraeinstellungen und Beleuchtungseffekte ausprobieren und mit Stativ haben Sie dafür die Hände frei.

Zwei unterschiedliche Lichtarten eignen sich für den Einsatz im Studio. Zum einen das so genannte Kaltlicht – damit ist Blitzlicht gemeint –, zum anderen das Heißlicht, das Glühbirnen- oder Leuchtstoffröhrenlicht einschließt. Für den Einstieg eignet sich Heißlicht besser als Kaltlicht. Die Lichtwirkung ist einfacher abzuschätzen und die Leuchtmittel sind um einiges günstiger. Grundsätzlich können Sie Ihr Motiv direkt oder indirekt beleuchten. Direkte Beleuchtung wirft harte Schatten, während indirektes Licht zunächst gegen eine Fläche reflektiert und dann erst auf das Motiv zurückgeworfen wird. Die Folge: Weiche Schatten und eine gleichmäßige Ausleuchtung. Als Reflexionsflächen eignen sich weiße Wände oder Decken oder auch helle Pappen, Papiere oder Aufheller. Mit kleinem Schminkspiegel können Sie gezielte Reflexe oder Aufhelleffekte erzeugen.

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