Aufnahmen bei Nacht
und in der Dämmerung zählen zu den
spannendsten Feldern der Stadtfotografie.
Technisch sind sie indes nicht ohne Tücke.
Hier einige Tipps: Schalten Sie den Blitz
Ihrer Kamera ab – abgesehen davon, dass
er die Szenerie nur wenige Meter ausleuchtet,
zerstört er zugleich das, was Sie einfangen
möchten: die Lichtatmosphäre. Keine
Frage, ein Stativ bietet Ihnen den größten
kreativen Gestaltungsspielraum. Doch auch
wenn Sie unerwartet über ein tolles Motiv
"stolpern", gibt es genug Alternativen.
Während der atmosphärisch dichten
"Blauen Stunde" etwa ist oft ausreichend
Restlicht für das Fotografieren aus der
Hand vorhanden – vorausgesetzt Sie bedienen
sich im Zeitautomatik-Modus ("A")
einer großen Blende und/oder erhöhen
den ISO-Wert (Vorsicht: Ab ISO 400 ist das
Bildrauschen in der Regel sichtlich, ab ISO
800 deutlich erhöht). Und selbst wenn
das Tageslicht vollkommen entschwunden ist,
kann man sich mit dem Platzieren der Kamera
auf Mauern, Autodächern oder dem Boden
behelfen und den Selbstauslöser nutzen.
Angestrahlte Gebäude sind ein lohnendes
Motiv, allerdings sollten Sie den Weißabgleich
Ihrer Kamera auf "Kunstlicht" einstellen
– ansonsten ist die Lichtatmosphäre
"futsch". Auch das Einbeziehen fahrender
PKW (Lichtschlangeneffekt) oder von Fußgängern
(Bewegungsunschärfe) kann zu spannenden
Effekten führen. Beurteilen Sie die Helligkeitsverteilung
im Kameradisplay, visieren Sie bei der Belichtungsmessung
gezielt Bereiche mittlerer Helligkeit an,
die Sie im Messwertspeicher ablegen, und führen
Sie gegebenenfalls Belichtungsreihen und -korrekturen
durch – am PC geht das Aufhellen meist
zu Lasten der Bildstimmung.
Grundsatz: Blitz aus – Nacht an!
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