Tiefe schaffen

Tiefe schaffen

 

Selten bietet sich dem Bergsteiger außerhalb des Hochgebirges solch eine Aussicht mit Blick auf den Nebel im Tal - meist steht man auf Höhen von 1600 Meter mitten drin. Ein Panorama ist unter solchen Bedingungen ein Kinderspiel: einheitliche Belichtung aller Einzelfotos mit der Sonne im Rücken, keine Autos oder Fußgänger, die durch die Szenerie fahren, respektive laufen. Doch trotz der atemberaubenden Inszenierung durch Mutter Natur wirkt das Panorama eintönig, fast schon langweilig - in Watte gepackte Berge halt. Ein Bezugspunkt, ein Farbklecks muss ins Bild. Bitten Sie einen Bekannten oder Partner in das Foto, nicht zu dominant oder zentral, aber doch als wohltuenden Gegenpol zu dem vielen Weiß. Obendrein wird auf diese Weise eine künstliche Tiefe und Weite in dem Panorama geschaffen. Das Auge - oder vielmehr das Gehirn - findet so einen Punkt, an dem es sich orientieren, Entfernungen und Größenverhältnisse abschätzen kann. Wer alleine unterwegs ist kann zumindest die Tourenski oder den bunten Rucksack drapieren.

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